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Sprecherkreistreffen der LPEN am 04.12.10 in Hannover

Zum abschließenden Sprecherkreistreffen der Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener Niedersachsen e.V. (LPEN) waren ca. 15 Mitglieder erschienen. Das Treffen fand in einer angenehmen Örtlichkeit statt, im Kulturbunker Hannover.

Nach der Begrüßung der Mitglieder und Freunde durch Sabine Klöpzig fand eine kleine Advents- und Feierstunde statt, bei der auch einem Fördermitglied zu seinem 70. Geburtstag gratuliert wurde. Die zwei Workshops hatten die Themen: a) Wie aktiviere ich unsere Mitglieder? – und b) Junge Psychiatrie-Erfahrene. Inhaltlich ging es dabei darum, wie wir unsere Basis aktivieren können, das sind ca. 125 eingetragene Mitglieder, aber letztendlich viele Tausende von Psychiatrie-Erfahrenen in Niedersachsen.

Ein weiteres Thema ist die Öffentlichkeitsarbeit, - wie treten wir angemessen in der Öffentlichkeit auf?- es wurde betont, dass nur dann, wenn der Verband ein nach außen geschlossenes Auftreten abgibt, wir überzeugende Arbeit leisten können. Öffentlichkeitsarbeit ist nicht nur in Bezug auf Medien zu leisten, sondern auch nach innen, d.h. Psychiatrie-Erfahrenen in Niedersachsen gezielt Informationsmaterial zukommen zu lassen und Interesse für Verbandsarbeit zu wecken.

Ein Mitglied erwähnte dass oft das Problem ehrenamtlicher Arbeit in einem Verein wie dem LPEN sei, dass einzelne Mitglieder sich mit ehrenamtlicher Arbeit übernehmen, - sich also zu schwierige und zu viele Aufgaben gleichzeitig aufbürden, die den einzelnen überfordern. Stattdessen sollte ein Arbeitsgebiet, z.B. das Erstellen einer Verbandszeitung auf mehrere verteilt werden und in AGs gemeinsam vorbereitet werden Ferner wurde von einem Projekt „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ berichtet, zu dem in einer Klinik in der Region Hannover ein Vorbereitungstreffen stattgefunden hat, zu dem Selbsthilfe-gruppen, die mit Psychiatrie zu tun haben, eingeladen waren, und wo in Zukunft ein Qualitätszirkel in regelmäßigen Abständen stattfinden soll, damit z.B. Selbsthilfegruppen auf sich aufmerksam machen können.

Eine unserer Forderungen an Kliniken wäre es z.B., wenn in Kursen vorbereitete Vertrauenspersonen von Selbsthilfegruppen auch zur Nachtzeit und am Wochenende auf die Stationen gehen dürften, um mit neu eingewiesenen Patienten in einer Krisensituation zu sprechen. Die derzeitige Gesetzeslage würde das nicht ausschließen. Zur 2. AG „Junge Psychiatrie-Erfahrene“ wurde festgehalten, dass die LPEN auf junge Psychiatrie-Erfahrene zugehen sollte und sie dort abholen muss, wo sie jetzt stehen, z.B. eine Kontaktadresse anbieten, die regelmäßig telefonisch oder direkt erreichbar ist, - Flyer entwerfen oder über einen Offenen Kanal im Radio auf Sendung gehen.

Über dieses insgesamt harmonisch verlaufende Treffen kann ausgesagt werden, dass der LPEN den Engpass, in den wir im Herbst hineingeraten waren, überwunden haben, und noch viele Mitglieder Interesse am Fortbestand des Verbandes und unserer Arbeit zur Schaffung besserer Lebensbe-dingungen für Psychiatrie-Erfahrene in Niedersachsen haben.