Tätigkeitsbericht 2012

Die monatlichen Treffen der LPEN fanden in Hannover statt. In der 1. Jahreshälfte im Kulturhaus Hainholz, Voltmerstr. 36, danach im VPE Hannover, Rückertstr. 17. Es beteiligten sich jeweils 5-15 Mitglieder und Freunde der LPEN.

Am 11.02.2012 fand in Lüneburg ein Sprecherkreistreffen statt. Herr D. Jähnert (Mitarbeiter des Behindertenbeauftragten der Landesregierung, Karl Fink) hielt einen Vortrag zum Thema: "Persönliches Budget für Arbeit." Es waren ca. 25 interessierte Psychiatrie-Erfahrene gekommen.

 

Am 19.05.2012 fand im Lister Turm in Hannover die Mitgliederversammlung statt. Ca. 35 Mitglieder und Freunde sind dort erschienen.

Am 03.12.2012 entschieden sich ca. 15 Mitglieder im Anschluß an das monatliche Treffen spontan zu einer Podiumsdiskussion des SPD Landesverbandes zu gehen. Herr Finke hatte zum Thema: "Inklusion gemeinsam verwirklichen" Vertreter der SPD Niedersachsen geladen.

Wir erarbeiteten eine Stellungnahme zum Aktionsplan des Ministeriums für Soziales der Landesregierung zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention in Kooperation mit dem Landesbeirat für Behinderte. Auf Anfrage des niedersächsischen Landtags wurde eine weitere Stellungnahme zum Ausführungsgesetz des Therapie-Unterbringungsgesetz erarbeitet

Überregional vernetzt sind wir durch die Beteiligung am erweiterten Vorstand des BPE. Viele LPEN Mitglieder nahmen auch an der Mitgliederversammlung des BPE im Oktober in Kassel teil, bei der das 20jährige Bestehen des Verbandes gefeiert wurde.

Im Laufe des Jahres diskutierten wir eingehend die Arbeit des Psychiatrie-Ausschuß und der Besuchskommissionen. Die Betroffenenvertreter dieser Gremien sind zum Teil Mitglieder des LPEN. Außerdem befassen wir uns immer wieder mit Überlegungen bezüglich der Vorschläge für die Neubesetzungen dieser Gremienbeteiligungen.

Einzelne Mitglieder nahmen an Fortbildungen des BPE teil: Anfang August an dem Workshop: "Selbsthilfe erfolgreich gestalten" und im gleichen Monat: "Schulung der Medienkompetenz für die Selbsthilfearbeit Psychiatrie-Erfahrener". Ein Mitglied nahm an einer Tagung der SPD Hannover zum Thema Männergesundheit teil.

Öffentlich präsentierte sich der LPEN im Internet über seine Homepage. Sie wurde in diesem Jahr mit einem Paßwort geschützten internen Bereich ausgestattet, in dem Sitzungsprotokolle nachzulesen sind. Sie wurde darüber hinaus auf die aktuelleste Version des Content Management System Joomla migriert, um eine bessere Steuerung unserer Infos zu erreichen. Zwischenzeitlich musste sie einmal komplett gerettet und wiederhergestellt werden. Diese Tätigkeit wird von einem einzelnen Mitglied ausgeführt, das zusätzlich fast täglich mit der Pflege der Seiten zu tun hat. Die Umsetzung dieser Aufgaben ist nur mit großem Engagement zu bewältigen und erfordert hohe Sachkenntnis. Sie wird nach wie vor Ehrenamtlich geleistet.

Die nach wie vor bestehende Gruppe, die den Verein durch eine Zeitung repräsentieren möchte, war trotz einiger "redaktioneller" Treffen leider nicht erforlgreich.

Im Frühjahr 2012 wurde eine Ausarbeitung in die Homepage aufgenommen, in der durch einen Psychiatrie-Erfahrenen die Verbindung von psychischen Krisen zu "geistigen Feldern" beschrieben wird. Sie stellt uraltes Wissen aus dem Bereich schamanischer und spiritueller Überlieferungen zusammen und in Beziehung zu der heute biochemisch dominierten Psychiatrie ohne Worte und Emotionen. Viele Krisen entstehen durch ökonomischen und religiösen Verwerfungen in unserer Gesellschaft, dagegen soll durch diese Arbeit, eine Änderung im Bewußtsein der Betroffenen angestoßen werden. Sie ergänzt unseren Kampf um eine menschenwürdige Behandlung in seelischen Krisen um einen wesentlchen Aspekt.

Zuletzt will ich noch die therapeutische Ferienfreizeit in Südfrankreich erwähnen. Durch Unterstützung von Martin Urban (Gründer und Leiter des Maison d'Esperance) und gefördert durch das Landessozialamt Lüneburg haben zum ersten Mal 6 Mitglieder der LPEN vierzehn Tage in Südfrankreich verbringen können.

Darüber hinaus ist es uns ein beständiges Anliegen, Informationen über Zwangsbehandlung in der Psychiatrie zu sammeln und zu verbreiten.

Außerdem befassen wir uns mit der Erforschung des Planungsstandes der für uns relevanten Gesetzgebung in Niedersachsen.

Für den Vorstand, 10.01.2013

Anka Meyer-Erfurt